Bei Katzenbissen: Ab zum Arzt


Schwere Infektionen sind häufig
Bei Katzenbissen: Ab zum Arzt
Bogdan Sonjachnyj/Shutterstock.com

Katzenbisse sehen meist harmlos aus, sind aber fast immer ein Fall für den Arzt. Unbehandelt drohen schwere Infektionen. Doch was macht Katzenbisse so gefährlich und wie sollten sie behandelt werden?

Lange, nadelspitze Zähne punktieren Gewebe

In Deutschland werden jährlich etwa 30.000 bis 40.000 Katzenbisse gemeldet – bei 40 bis 50 Prozent der Betroffenen infiziert sich der Biss. Schuld tragen die langen, nadelspitzen Zähne. Ruth Schäfer, Expertin für Handchirurgie an der BG Klinik in Tübingen erklärt: "Katzen haben auch nicht mehr oder gefährlichere Keime im Maul als andere Tiere. Aber beim Biss gelangen sie tief unter die Haut, an der Hand teilweise bis in die Sehnen und Gelenke." Über den kleinen Bissstellen verschließt sich die Haut schnell wieder, weshalb Katzenbisse zunächst harmlos aussehen. Gefährlich sind die nun tief im Gewebe sitzenden Keime, die unbehandelt schwere Infektionen verursachen und auch Sehnen und Knochen angreifen. Damit sich die Keime nicht weiter im Körper ausbreiten, ist häufig sogar ein chirurgischer Eingriff notwendig.

Mit Katzenbiss sofort zum Arzt

Hat sich die Bissstelle bereits entzündet, droht eine zeitintensive Behandlung. Auf dem Spiel steht unter anderem die Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaßen, oder – im Extremfall – sogar deren Verlust. Selbst bei kleinsten Bissspuren sollten Betroffene deshalb sofort einen Arzt aufsuchen – bevor sich die ersten Entzündungszeichen zeigen. Dieser spült die Wunde und entfernt evtl. mit einem Skalpell etwas Gewebe rund um die Bissstelle. Meist kommt der Gebissene auch nicht darum herum, ein Antibiotikum einzunehmen. So lässt sich verhindern, dass sich Keime unbemerkt im Gewebe ausbreiten.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt und BG Klinik Tübingen

News

Macht Fernsehen dumm?
Macht Fernsehen dumm?

Gefahr für Über-50-Jährige

Fernsehen ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch hoher TV-Konsum wird immer wieder kritisch beäugt. Zu Recht, denn zu viel Fernsehen schadet dem Gehirn, zumindest gilt das für Menschen über 50 Jahren.   mehr

Hitze verändert Medikamentenwirkung
Hitze verändert Medikamentenwirkung

Verstärkte Effekte, weniger Durst

Nicht nur die Hitze selbst macht chronisch Kranken verstärkt zu schaffen. Hohe Temperaturen können auch die Wirkung von eingenommen Medikamenten verändern oder verstärkt Nebenwirkungen auslösen. Doch welche Arzneistoffe sind in den heißen Tagen besonders gefährlich?   mehr

Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D
Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D

Sinn oder Unsinn?

Der Sommer steht vor der Tür – ideale Voraussetzungen also, um die Vitamin D-Speicher des Körpers zu füllen. Denn die Sonne hilft dem Körper, das Vitamin selbst herzustellen.  Wer sich darauf nicht verlassen will, hilft mit Nahrungsergänzungsmitteln nach. Doch ist das überhaupt notwendig?   mehr

Coronagefahr aus der Toilette?
Coronagefahr aus der Toilette?

Belastete Lüfte

Wo sich Menschenmengen sammeln, ist das Risiko einer Corona-Ansteckung erhöht. Doch jetzt wurde ein neues, eher einsames Risikogebiet identifiziert: Offenbar kann man sich auch auf dem stillen Örtchen das Virus einfangen.   mehr

Was tun bei einem Behandlungsfehler?
Was tun bei einem Behandlungsfehler?

Falsche Diagnose, falsche Therapie

Ärzte sind auch nur Menschen — und machen Fehler. Doch was ist zu tun, wenn ein Patient den Verdacht hat, falsch behandelt worden zu sein? Lesen Sie, wie und wo Betroffene im Falle eines möglichen Behandlungsfehlers Hilfe bekommen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im Juli

Fieber bei Babys und Kleinkindern

Fieber bei Babys und Kleinkindern

Richtig messen, richtig reagieren

Auch wenn Fieber im Kindesalter häufig vorkommt, ist für Eltern der fiebernde Nachwuchs jedesmal wie ... Zum Ratgeber
Nord-Apotheke
Inhaber Dr. Dirk Müller
Telefon 02305/7 39 92
Fax 02305/89 27 94
E-Mail info@nord-apotheke-castrop.de