Malaria: neuer Impfstoff getestet


Erste klinische Studie erfolgreich
Malaria: neuer Impfstoff getestet

Zusammen mit einem Biotechnologie-Unternehmen erprobten Experten der Universität Heidelberg einen neu entwickelten Impfstoff gegen die schwerste Form der Malaria (Malaria tropica) an gesunden Freiwilligen.

Impfstoff-Kandidat sicher, verträglich und Auslöser einer Immunantwort

Grundlage für die Impfstoffentwicklung war ein Eiweiß von der Oberfläche des Malariaerregers, der nach einer Infektion im Blut zu finden ist. In der klinischen Studie der Phase Ia bekamen 32 gesunde Probanden je drei Impfungen in unterschiedlicher Dosierung im Abstand von 28 Tagen. Es folgte eine Beobachtungsphase über 4 Wochen. Weder der behandelnde Arzt noch die Teilnehmer wussten, ob in der Impfung der Wirkstoff oder eine wirkstofffreie Kontrollsubstanz (Placebo) enthalten war.

Die Auswertung der klinischen Daten ergab, dass der Impfstoff-Kandidat für die Testpersonen gut verträglich war und niemand über schwere Nebenwirkungen klagte. Alle mit Wirkstoffdosis geimpften Probanden bildeten Antikörper gegen das Oberflächeneiweiß des Erregers und diese Antikörper töteten im anschließenden Laborversuch die Blutstadien des Malariaeinzellers ab. „Die positive und starke Impfantwort […] und die ausgezeichnete Verträglichkeit haben uns sehr beeindruckt“, fasst der Studienleiter Prof. Walter Haefeli von der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie des Universitätsklinikums Heidelberg zusammen.

Malaria – Krankheit mit medizinischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen

Etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung leben nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Ländern mit Malariarisiko. Im Jahr 2016 registrierte die WHO fast 500.000 Todesfälle, die meisten davon bei Kindern unter 5 Jahren. Direkte Folge der Malariaerkrankung sind Armut und Flucht aus den betroffenen Regionen. „Die Erstanwendung unseres Malaria-Impfstoffs am Menschen ist der bisherige Höhepunkt einer mehr als 25-jährigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit“, erläutert Prof. Hermann Bujard vom Unternehmen Sumaya Biotech, der mit seiner Arbeitsgruppe den Impfstoff entwickelte. „Wir […] sehen jetzt die Voraussetzungen für weiterführende klinische Studien gegeben. Insbesondere möchten wir die Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes in Tansania, einem afrikanischen Land mit hoher Malaria-Verbreitung, testen.“

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Weiterführende Informationen zur Malaria-Erkrankung in englischer Sprache bietet die WHO.

News

Krafttraining mit wenig Zeit
Krafttraining mit wenig Zeit

Kurzes Training, viel Effekt

Krafttraining ist nicht nur was für junge Menschen - auch im höheren Lebensalter ist das Training gut für die Gesundheit. Doch was tun, wenn die Zeit knapp ist?    mehr

Zähneknirschen bei Kindern
Zähneknirschen bei Kindern

Meist harmlos, manchmal ein Warnsignal

Viele Eltern erschrecken, wenn ihr Kind nachts mit den Zähnen knirscht. Die gute Nachricht: Häufig ist Bruxismus im Kindesalter vorübergehend und muss nicht behandelt werden. Wichtig ist, mögliche Auslöser zu erkennen. Und die haben meist nichts mit den Zähnen zu tun.   mehr

Schlaf schützt das Gehirn
Schlaf schützt das Gehirn

Lernen und Gedächtnis verbessern

Wer regelmäßig gut schläft, tut mehr für seine Gesundheit als viele denken. Erholsamer Schlaf stärkt das Gedächtnis, verbessert das Lernen und könnte sogar das Risiko für Alzheimer senken.   mehr

Sicher plantschen im Garten-Pool
Kleines Mädchen steht am Rand eines Gartenpools und patscht aufs Wasser.  Kleinkinder sollten in der Nähe vor Gartenpools immer beausichtigt werden.

Damit kein Unglück passiert

Planschbecken und Framepools sprießen jetzt im Sommer wie Pilze aus dem Boden. Klar, was gibt es für Kinder Schöneres, als im eigenen Garten im Wasser zu plantschen? Damit kein Unglück passiert, sollten Eltern jedoch einige Sicherheitsaspekte beachten.   mehr

Arzneimittelnebenwirkungen melden
Arzneimittelnebenwirkungen melden

Jeder darf mitmachen!

Die Arzneimittelbehörden und Pharmaindustrie arbeiten ständig daran, Medikamente sicherer zu machen. Doch dafür brauchen sie die Hilfe von Anwender*innen, die Nebenwirkungen melden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im August

Gut leben mit Vorhofflimmern

Gut leben mit Vorhofflimmern

Keine Chance dem Schlaganfall!

Vorhofflimmern bedeutet nicht, auf ein aktives Leben verzichten zu müssen. Wer seine Medikamente zuv ... Zum Ratgeber
Nord-Apotheke
Inhaber Dr. Dirk Müller
Telefon 02305/7 39 92
Fax 02305/89 27 94
E-Mail info@nord-apotheke-castrop.de